Fallen ein einem Wurf nicht nur Tonkanesen, sondern auch Burmesen und Siamkatzen?

  • die Tiere entsprechen dem Tonkanesen Standard. Nur die Farbe fällt hier eben aus dem Rahmen.  „Tonkanesen der ersten Generation, die aus der Verpaarung Burmese X Siam hervorgegangen sind, haben alle die Farbe Mink (cbcs). Die nachfolgenden Generationen der reinen Verpaarung von Tonkanesen spalten sich im Verhältnis 1:2:1  gemäß mendelsche Regeln auf:  25% Point (cscs), 50% Mink (cbcs) und 25% Sepia (cbcb). Dieses Allel drückt aber nur aus, das es sich um eine Maskenkatze handelt; die Rasse ist aus diesem Ausschnitt eines Genoms nicht zu erkennen. Fest steht, dass diese Art drei verschiedene Fellmuster zu Stande bringt und dies nicht  fehlerhaft zu bewerten, sondern einzigartig ist. Es bedeutet nicht, dass Tonkanesen  nicht reinrassigen wären im Gegenteil, die "Art" ist reinrassig als weitere Rassenkatze zu sehen. Konzentrieren wir uns nur auf Augen, Kopf und Nase der Mink Variante dann haben:
    - Siam haben immer blaue Augen; Kopf dreieckig mit spitzer Schnauze; Nase lang und gerade und ohne jeden "break"
    - Burma (sollen)  goldgelbe Augen haben; Kopf  breit, leicht gerundet mit stumpfen Ende; Nase mit deutlichem Stop

    - Tonkanesen (sollen) blaugrüne Augen haben; Kopf als gemäßigter Keil nicht spitz oder kantig; Nase mit leichtem Stopp. Somit liegen sie intermediär zwischen den Ursprungsrassen der Eltern. Es lässt sich erahnen, dass die Zucht von Tonkanesen immer spannend bleibt. Bei den burmafarbenen Sepia und siamfarbenen Point gelten andere Abschnitte des Standards siehe z. B. Augenfarbe.
  • Tonkanesen nur von ihrer Färbung des Körperfells abhängig zu machen ist nicht richtig
  • Die Zeichnung der Tonkanesen hat etwas mit mutierten Genen und der Albinoserie zu tun:

  • Maskenkatzen wie es Tonkanesen sind, haben ihre Farbschläge dem mutierten Gen C zu verdanken. Dieses Gen ist für die Vollpigmentierung zuständig. Die für Maskenkatzen typischen Fellzeichnungen gehören zur Albinoserie. Innerhalb der Albinoserie werden fünf Gene unterschieden:
  • Dominantes Gen C: Zum einen gibt es ein dominantes Gen, das Genetiker mit dem Großbuchstaben „C“ kennzeichnen. Es ist für eine Vollpigmentierung der Fellfarbe zuständig.
  • Das Burmesen- Gen cbcb: Dieses Gen verhält sich rezessiv und deshalb wählt man die Kleinschreibung.  In Verbindung mit dem Siam- Gen cs wird es ko-dominant; kann sich also mit durchsetzen. cbcb hellt bei Tonkanesen die Fellfarbe auf. Aus genetischem Schwarz wird auf diese Weise ein dunkles Braun. Die Augen der Katze sind grün-gelb oder gelb.
  • Das Siam- Gen cscs: Auch bei cscs handelt es sich um eine Mutation des für die Vollpigmentierung zuständigen Gen C . Gegenüber C ist cscs rezessiv, in Verbindung mit dem Burmesen- Gen cbcb wird auch das Siam- Gen ko dominant und macht sich bemerkbar. Es bewirkt eine starke Aufhellung der Fellbarbe. Aus Schwarz wird Beige, wobei Pfoten, Schwanz, Ohren und Gesichtsmaske - die so genannten Points - dunkelbraun sind. Die Augen der Katze sind blau.
  • Das Blaue- Augen- Albino- Gen caca: Dies ist noch eine Mutation, die sich gegenüber C, cb und cs rezessiv erhält. Das Ergebnis hiervon sind Katzen, die fast vollständige Albinos sind. Kennzeichen sind durchscheinend weißes Fell und extrem hellblaue Augen.
  • Das Albino-Gen cc: Diese Gen wird von allen anderen Genen der Albinoserie unterdrückt. Es ist für vollständige Albinos mit durchscheinend weisses Fell und rötlichen Augen verantwortlich.
  • Da Burma- und Siam - Gene miteinander kooperieren und gemeinsam dominant sind, werden sie  kombiniert, um neue Fellbarben zu kreieren. Heraus kommt die typische Tonkanesen Farbe Mink:
    mittelbrauner Körper, dunkelbraune Points und aquamarinfarbene Augen. Die begehrte Farbe Mink ist einem weiteren, spezifischen Umstand zu verdanken: Point- und Sepia - Gene lassen es zu, dass beide Zeichnungen im Fell optisch in Erscheinung treten. Das hat nicht nur seine Auswirkungen auf die Fell-, sondern auch auf die Augenfarbe:
    Die wunderschönen blauen Augen, die man von Siamesen kennt, sind an den Maskenfaktor gekoppelt. Weil die Augen von Burmesen aber aufgehellt sind, zieht die Kombination dieser beiden Gene eine Pigmentverminderung im Auge nach sich: es entsteht eine blaugrüne Augenfarbe
  • meine Freundin Julia Marotta hat auch eine Genetikseite mit hilfreichen Zeichnungen und Exkurs zu Rot&Tabby
  • ............hier möchte ich noch Ergänzungen zu den roten Augen und dem weißen Fell einsetzen.

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